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Wie ein Schülerprojekt die eigene Begeisterung fürs Lernen weckt

Schüler untersucht im Rahmen des „Jugend forscht“-Wettbewerbs die Motivation im Schulalltag.

Die Bedeutung von Motivation für den schulischen Lernerfolg ist ein zentrales Thema der Bildungsforschung. Im Rahmen der Forschungsarbeiten der letzten Jahre geht man davon aus, dass Motivation und Leistung sich wechselseitig beeinflussen (Vgl. Wigfield & Eccles, 2002). Im Rahmen des Schülerwettbewerbs „Jugend forscht“ hat Moritz, ein engagierter Schüler aus Ingolstadt, ein Forschungsprojekt mit dem Titel „Motivation im Schultag – Wie ändert sich diese und was spielt dabei eine Rolle?“ durchgeführt. Ziel war es, herauszufinden, welche Faktoren die Motivation von Schüler:innen im Schulalltag beeinflussen.

Motivation spielt eine zentrale Rolle für den schulischen Erfolg und das Wohlbefinden von Schüler:innen. Die individuelle Lernbereitschaft wird dabei von zahlreichen Faktoren beeinflusst, darunter die Unterrichtsgestaltung, das Lehrerverhalten und das soziale Umfeld. Somit ist Motivation keine einzelne Eigenschaft des Lernenden, sondern steht im direkten Zusammenhang mit dem schulischen wie auch mit dem häuslichen Umfeld.

Konkret wollte der Schüler der 6. Klasse des Reuchlin Gymnasiums mit seinem Projekt Antworten auf Fragen finden, die viele Schüler:innen betreffen: Wann sind Kinder besonders motiviert (oder warum langweilen sie sich), welche Fächer oder Unterrichtsmethoden fördern ihre Konzentration, und wie können Pausen oder andere Rahmenbedingungen ihre Motivation beeinflussen?

Methodik und Durchführung

Für seine Untersuchung hat Moritz eine Umfrage entwickelt, die digital über Google Forms durchgeführt wurde. Alle 11 Fragen entwickelte der Schüler selbständig. Insgesamt nahmen 53 Schüler:innen anonym teil – eine solide Basis für die Auswertung.

Ergebnisse und Diskussion

Die Auswertung zeigte interessante Muster: Die Motivation hing stark von Fächern und Lehrkräften ab, Schüler:innen wünschten sich abwechslungsreichere Unterrichtsgestaltung mit digitalen Medien, Gruppenarbeit und praktischen Übungen, und eine entspannte Klassenatmosphäre mit ausreichend Pausen spielte eine große Rolle – bis hin zum mehrfach geäußerten Wunsch nach einem „Klassenhaustier“.

Die eigene Forschung als Schlüssel zur Motivation

Forschung und Lernen sind eng miteinander verknüpft – insbesondere dann, wenn Schüler:innen selbst in die Rolle von Forschenden schlüpfen. Aus wissenschaftlicher Perspektive bietet dieses Projekt nicht nur neue Erkenntnisse über die Einflussfaktoren auf die schulische Motivation, sondern illustriert auch, wie die aktive Beschäftigung mit einer Forschungsfrage die eigene Begeisterung fürs Lernen stärken kann.

Forschung als intrinsische Motivationsquelle

Die Erwartungswert-Theorie von Eccles bietet eine passende theoretische Grundlage, um zu verstehen, wie die eigene Forschungstätigkeit motivierend wirkt. Für Moritz bedeutete dies, seine eigene Erfahrung von Konzentrationsschwierigkeiten und Langeweile in der Schule systematisch zu erforschen. Durch diesen Bezug zu seinem Alltag steigt der wahrgenommene Wert seiner Tätigkeit: …

Mehr dazu in der Labyrinth Ausgabe 160, 05/25 — kostenlose Leseprobe.

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