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Advent, Advent!
Da es in rasenden riesigen Schritten auf Dezember zugeht, hier für euch eine Auswahl an digitalen Adventskalendern, zum Knobeln, Spielen, Staunen und Tüfteln – weiter unten auch mit HB-Infos für die Eltern.
Familien
✨ Geschichten, Basteln, Rezepte und mehr:
https://www.dein-familienadventskalender.de/Deutsch
✨ Lese-Adventskalender Klasse 1–6
https://www.alf-hannover.de/materialien/praxistipps/digitaler-adventskalenderMathe
✨ Klasse 1–2 Mathe Känguru
https://www.mathe-kaenguru.de/advent/mini/index.html✨ Klasse 3–4 Mathe Känguru
https://www.mathe-kaenguru.de/advent/maxi/index.html✨ Klasse 4-9 Mathe im Advent
https://www.mathe-im-advent.de/de/✨ Ab Klasse 10 Mathekalender
https://www.mathekalender.de/wp/de/40545-2/NEU: KI-Adventskalender
✨ Ab Klasse 10 bis Erwachsene: KI-Adventskalender
https://ki-adventskalender.de(Preise für die Schülerinnen und Schüler und Losverfahren!)
Forschen/Knobeln
✨ Forscherstation
https://www.forscherstation.de/adventskalender-2025/Naturwissenschaft
✨ Alter: 11 bis 18 Jahre (in Vorbereitung) Physik im Advent
https://www.physik-im-advent.de/Programmierung
✨ Programmierung
https://calliope.cc/adventskalenderFür Eltern und Interessierte
✨ HB-Infos und -Tipps
https://begabungsblick.de/adventskalender-hochbegabung-anmeldung✨ Adventskalender für hochintelligente Frauen
https://mosa-iq.de/adventskalender-2025-anmeldung/ -
Was lebt denn da in Bach und Tümpel?
Am sehr warmen und sonnigen Samstagvormittag des 07.09.2024 starteten wir als kleine Gruppe unsere Tümpelexkursion mitten in Altenburg. Mit Kescher, Sieb und Becherlupe ging es los. Obwohl so klein, haben Wassertiere doch spannende Lebensweisen und besitzen wichtige Anpassungen an ihren Lebensraum Wasser. Ziel war es, den etwa 500m entfernten Märchenbrunnen zu erreichen und nach Wasserlebewesen zu untersuchen.
Die Kinder waren teilweise schon selbst mit Kescher und Lupe ausgestattet, aber auch vom Naturkundemuseum Mauritianum gab es genügend Untersuchungsequipment in Form von Fangbehältern, Becherlupen und bebilderten Bestimmungskarten. Der Märchenbrunnen besitzt einen stetigen Wasserzufluss und liegt inmitten großer Bäume, sodass wir einen gut gefüllten Tümpel vorfanden.

Zunächst wurde mit den Kindern besprochen, was bei so einer Tümpeluntersuchung zu beachten ist und welche Verhaltensregeln in der Natur gelten. Dann ging es los und die Kinder waren eifrig dabei, mit der Unterstützung ihrer Eltern die Kescher vorsichtig durch das Wasser zu ziehen. Dabei blieben auch mal Schlamm, Wasserlinsen und Pflanzenmaterial im Netz hängen. Und wer genau hinsah, konnte inmitten des Inhalts kleine Bewegungen erkennen. Die Wasserlebewesen wurden vorsichtig in vorbereitete Wasserbehälter gesetzt. Viel Freude, da auch gut sichtbar für die Kinder, waren die vielen Süßwasserschnecken in verschiedener Form und Größe. Wir entdeckten Blasenschnecken, Posthornschnecken und Spitzschlammschnecken. Gleich mehrere räuberisch lebende Wanzen konnten gesichtet und gefangen werden. Neben Wasserläufern, Ruderwanzen und Rückenschwimmern war der beeindruckendste Fund ein Wasserskorpion, der neben Wasserflöhen und Insektenlarven auch Kleinfische und Kaulquappen erbeuten kann. Dabei sitzt der Jäger lauernd an Wasserpflanzen oder im Schlamm. Nähert sich ein Beutetier ihren Raubbeinen, klemmt er es blitzschnell zwischen Unterschenkel und Fuß ein. Die Tiere stechen die Beute mit ihrem Mundrüssel an und saugen diese anschließend aus. Weitere Funde waren Köcherfliegenlarven, Kleinfische, eine räuberisch lebende Libellenlarve und ein kleiner Egel sowie Bachflohkrebse.
Am Ufer wurde sogar ein junger Springfrosch gesichtet, der sich dann allerdings unter den Uferpflanzen versteckte. Wer wollte, konnte sich die Tiere auch mithilfe einer Becherlupe in der Vergrößerung ansehen. In unserem Tümpel war allerhand los. Am Ende der Entdeckungsreise wurden alle Tiere wieder vorsichtig in den Tümpel gebracht.

Im Mittelpunkt stand das Agieren am Wasser, die Neugier der kleinen Naturforscher und die aktive Suche nach Tieren, um die Kinder für das Entdecken der einzelnen Pflanzen und Tiere zu begeistern. Der achtsame und aufmerksame Umgang mit der Umwelt ist ein wichtiger Teil des frühen Lernens und fördert neben dem Verständnis für Pflanzen und Tiere auch die bewusste Auseinandersetzung mit dem Ökosystem, indem wir alle leben.
Auf dem Rückweg zum Parkplatz gab es noch genug Zeit zum Austausch. Rundum ein gelungener Tag. Auch für diesen Ausflug in die Natur bedanken wir uns bei Frau Anja Rohland für die tolle Zusammenarbeit und freuen uns auf weitere Projekte.
Anja Kühn
Elterngruppe Altenburger Land
DGhK Mitteldeutschland e.V. -
Spannender Fledermaus-Entdeckerabend
Am 06.09.24 begann unsere kleine Entdecker-Wanderung kurz vor Sonnenuntergang – um vor dem Ausflug der nächtlichen Flieger noch ausreichend Zeit für viele spannende Informationen zu haben. Wie sehen Fledermäuse aus? Wo und wie leben sie? Und natürlich – werden wir an diesem Abend Fledermäuse sehen oder sogar hören? Einige unserer kleinen Teilnehmer hatten schon viel zu berichten über die kleinen Tierchen. In Thüringen kommen 20 Arten vor, die sich vor allem in ihrer Größe unterscheiden.

Anhand eines mitgebrachten Fledermauspräparates des Naturkundemuseums Mauritianum konnten die Kinder das Aussehen einer männlichen Zwergfledermaus aus der Nähe studieren. Der kleine, braun behaarte Körper und die relativ großen Ohren erinnern an Mäuse, was den Fledermäusen auch ihren Namen einbrachte. Einige Kinder berichteten, dass sich sogar schon einmal eine Fledermaus ins Elternhaus verirrt hatte, diese konnte aber wieder ins Freie geleitet werden. Gut zu erkennen waren auch die großen Ohren, mit denen die Tiere die ausgesendeten Schallwellen auffangen und sich so ein genaues Bild von ihrer Umgebung machen können. Sie „sehen“ also mit Ohren. Die Frequenz der Rufe liegt im Ultraschallbereich und ist für uns Menschen daher nahezu lautlos.

Nachdem wir also einiges über den Körperbau gelernt hatten, setzte sich unsere Gruppe entlang einer alten Baumallee in Richtung Märchenbrunnen in Bewegung. Bäume mit Höhlen, Stammrissen oder Rindenspalten bieten einigen Arten geeignete Tagesverstecke. Weitere Verstecke können Felshöhlen, Dachböden, Holzstapel oder Fensterläden sein. Auf dem Weg zum Märchenbrunnen setzte die Dämmerung bereits ein. Es war noch kurz Zeit, um die Jagdstrategie der Insektenjäger zu besprechen. Fledermäuse orientieren sich in der Dunkelheit mithilfe der Echoortung. Sie stoßen Ultraschallwellen aus, die von Gegenständen und von Beutetieren wie Insekten reflektiert werden. Für den Beutefang selber können die Hinterfüße, aber auch die Flughäute als Kescher zu Hilfe genommen werden. Das immitierten die Kinder einmal selber, indem sie versuchten, kleine Gummibärchen als Mückenersatz zu fangen. Mit der aufgespannten Jacke als „Flughaut“ ging es doch einfacher als allein mit dem Mund die Beute in der Luft zu fangen. Wir waren so vertieft, als plötzlich die ersten Flugsilhouetten am Himmel sichtbar waren. Wir beobachteten die einzeln jagenden Tiere. Mit den Augen fiel es schon schwer, die schnell und wendig fliegenden Tiere zu entdecken. Geräusche konnten nicht wahrgenommen werden. Damit war es Zeit für die Fledermaus-Detektoren, sodass ein rhythmisches Knattern, Ploppen und Knistern zuhören ist. Nachdem die Geräte kurz erklärt wurden, konnten die Kinder diese halten und wir probierten es aus.

Am Großen Teich erfolgte dann der Höhepunkt des nächtlichen Fledermauskonzertes. Dort jagende Wasserfledermäuse zogen ihre Kreise knapp über der Wasseroberfläche, um Insekten wie Zuckmücken mit ihren großen Hinterfüßen zu ergreifen. Die Detektoren liefen heiß und knatterten laut vor sich hin. Durch das reflektierende Licht unserer Taschenlampen konnten auch einige Fledermäuse gesichtet werden. In ihrem Jagdflug kamen sie teilweise sehr nah an uns heran, ließen sich aber nicht durch unsere Anwesenheit beirren oder stören. Als Erinnerung an diesen spannenden Abend erhielt jedes Kind noch einen schicken Fledermausbutton.

Es war ganz toll, dass sogar 2 Familien aus Taucha in unser Städtchen Altenburg angereist waren. Ein herzliches Dankeschön geht an die Biologin Anja Rohland vom Naturkundemuseum Mauritianum, die uns durch diesen spannenden Abend begleitete und mit ganz viel Fachwissen bereichern konnte.
Anja Kühn
Elterngruppe Altenburger Land
DGhK Mitteldeutschland e.V. -
Kostenlose Online-Progammierkurse
Mit Code it! können Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren in Online-Selbstlernkursen einfach und spielerisch Programmieren lernen. In den Kursen entwickeln die Teilnehmenden eigene Computerspiele, Smartphone-Apps, Minecraft Mods und vieles mehr und lernen dabei wichtige Grundlagen des Programmierens.

Die Kurse eignen sich für den Einstieg in das Programmieren ohne Vorkenntnisse und sind über Videos und einfache Texte angeleitet.
Den Zugang zu den Kursen und weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Stadtbibliothek Leipzig. -
Spannender Elternabend – Fehl- und Doppeldiagnosen
Ausgehend von Fragen, die im Rahmen der Erstberatung an unsere Beratenden herangetragen wurden, habe ich mich auf den Weg gemacht und Referierende zum Thema Fehl- und Doppeldiagnosen gesucht. Roy Kübrich empfahl mir dann direkt Inga Liebert-Cop und Suzana Zirbes-Domke. Im Herbst gelang es, die beiden zu überzeugen, nach Leipzig zu kommen und zu diesem spannenden Thema zu referieren.
Beide sind Herausgeberinnen des Buches von James T. Webb et al: Hochbegabte Kinder: Das große Handbuch für Eltern. Sie sind SENG Liaisons für Deutschland und engagieren sich in der Initiative zur Verringerung des Risikos einer klinischen Fehldiagnose bei hochbegabten Kindern. Außerdem haben sie den SENG Flyer zu Fehldiagnosen ins Deutsche übertragen und für den deutschsprachigen Raum angepasst.
Leider erkrankte Frau Zirbes-Domke kurzfristig, so dass Frau Liebert-Cop den Abend allein gestaltete, aber das überzeugende machte.
Zu Beginn stellte sie uns dar, dass die Übersetzung des Buches von James T. Webb aus dem Englischen dem Inhalt teilweise nicht gerecht wurde, weil sich im Zusammenhang mit Hochbegabung bereits eine „Fachsprache“ gebildet hat, die durch einfache Übersetzung nicht getroffen werden kann. Eine spannende Erkenntnis!Inga Liebert-Cop referierte in diesem Zusammenhang zu ADHS/ADS, Autismus Spektrum Störungen und Depression und beantworte unsere zahlreichen Fragen. Anhand von Beispielen wies sie uns auf typische Verwechslungen und auf die feinen Unterschiede, die es zu beachten gilt, hin. Wir konnten Einsicht nehmen in Diagnosefragebögen für betreuende/begleitende Erwachsene wie Eltern, Lehrer ect. und für die Kinder und Jugendlichen selbst. Dabei stellte sich die Erkenntnis ein, dass einige Kriterien für diese Art der Erkrankungen auch Kennzeichen von Hochbegabung sein können. Beispielsweise ist ein Kriterium bei ADHS sein, dass ein Kind viele, scheinbar mit dem Thema, nicht zusammenhängende Fragen stellt. Oder die exzessive Beschäftigung mit einem spezifischen Thema kann ein Merkmal der Hochbegabung, aber auch einer an Autismus leidenden Person sein.
Die Unterscheidung ist letztlich nicht anhand der Diagnosebögen, sondern durch aufmerksames Beobachten und Hinterfragen der Motivation des zu beurteilenden Kindes durch die, die Diagnose stellende Person mit Erfahrungen im Bereich Hochbegabung möglich. Das kann aber auch bedeuten, dass ein hochbegabtes Kind unerkannt bleibt, wenn keine der begleitenden erwachsenen Personen, den Verdacht auf Hochbegabung hat.In den sich auch ergebenden Diskussionen konnten unter den Teilnehmenden viel Erfahrungen und Wissen geteilt werden und es wurde gleich die nächste Idee für einen spannenden Elternabend geboren.
Wir haben viel gelernt und insbesondere die anwesenden Beratenden werden mit diesem Thema noch sensibler in der Beratung umgehen können und die Eltern anregen, Diagnosen auch kritisch zu hinterfragen, ggf. eine Zweitmeinung einholen. Auch damit im Fall einer ordnungsgemäßen Doppeldiagnose ein guter Umgang damit die bestmögliche Entwicklung für das Kind ermöglicht.
Möglich wurde dieser Elternabend auch durch eine Förderung der Stadt Leipzig im Rahmen der Förderung von Selbsthilfeprojekten.
Jana Allisat
DGhK Mitteldeutschland e.V. -
Neurodiversität im Deutschlandradio
Anders, aber völlig richtig im Kopf
Es gibt keine zwei Gehirne, die sich gleichen. Menschen denken unterschiedlich und stellen auf verschiedene Weisen Bezug zur Welt her. Was ist Neurodiversität, und wie gehen wir damit um? Ein Vortrag des Psychologen André Frank Zimpel.Neurodiversität ist ein Begriff, der die Vielfalt in den menschlichen Gehirnen und Denkweisen als Teil des normalen Spektrums menschlicher Variationen anerkennt und wertschätzt. Es geht davon aus, dass neurologische Unterschiede wie Autismus, ADHS, Dyslexie und andere nicht als Defizite oder Störungen, sondern als natürliche Variationen der menschlichen Gehirnentwicklung zu betrachten sind. Das Konzept der Neurodiversität betont die Bedeutung der Akzeptanz und Anpassung der Gesellschaft an die unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten aller Menschen, statt zu versuchen, Individuen an eine ’normale‘ oder standardisierte Vorstellung von Intelligenz oder Verhalten anzupassen.

Hochbegabung kann in diesem Kontext auch als eine Form der Neurodiversität betrachtet werden.
Hochbegabte Menschen weisen oft einzigartige Denkweisen, Lernstile und emotionale Bedürfnisse auf, die sie von der durchschnittlichen Bevölkerung unterscheiden. Wie bei anderen Formen der Neurodiversität können hochbegabte Individuen in einer traditionellen Lern- oder Arbeitsumgebung auf Herausforderungen stoßen, weil ihre besonderen Bedürfnisse und Fähigkeiten nicht immer erkannt oder unterstützt werden.
Die Anerkennung von Hochbegabung als Teil des Spektrums der Neurodiversität betont die Notwendigkeit für Bildungssysteme, Arbeitsplätze und die Gesellschaft insgesamt, individuelle Unterschiede zu erkennen und zu würdigen. Es geht darum, Umgebungen zu schaffen, die nicht nur die Herausforderungen adressieren, sondern auch die einzigartigen Stärken und Talente aller neurodiversen Personen, einschließlich hochbegabter Menschen, fördern und unterstützen.
Zum Thema Neudiversität gibt es in der Audiothek des Deutschlandradios einen Beitrag, knapp 53 Minuten lang. Sehr hörenswert!
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Das HB-Männchen: Gefühlsachterbahn im Familienleben
Unser Familienleben ist geprägt von zwei tollen und besonderen Kindern. Der Ältere, 12 Jahre alt, hat uns auf eine emotionale Reise mitgenommen, die von tiefen Tälern bis zu hohen Gipfeln der Freude und Erkenntnis reicht. Als Eltern eines hochbegabten Kindes stehen wir täglich vor neuen Herausforderungen, die nicht nur unser Kind, sondern auch uns wachsen lassen.
Wie war es im Kindergarten?
Bereits im Kindergarten fiel auf, dass er sehr pfiffig war, ebenso sehr sensibel, aber auch sehr lebhaft und einen hohen Gerechtigkeitssinn hatte, sowie einen scharfen Blick für logische und weniger sinnvolle Regeln. Irgendwann standen wir vor der Entscheidung, ob eine frühe Einschulung das Richtige wäre. Die Hochbegabung war zu diesem Zeitpunkt noch kein Thema und wir entschieden uns letztendlich aufgrund seiner Verspieltheit und geringen Körpergröße, ihn im Kindergarten zu belassen. Heute wissen wir, dass das der typische, immer wieder herangezogene Grund auch für bereits hochbegabt getestete Kinder ist, diese nicht frühzeitig einschulen oder springen zu lassen, was in der Regel aber kein sinnvolles Kriterium ist. Verspielt und chaotisch ist unser Sohn übrigens noch heute.
Bei der Einschulung
Die Einschulung war sehr aufreibend. Unser Sohn hat sich unglaublich auf die Schule gefreut – innerhalb dreier Wochen verweigerte er dann jedoch vehement, wortreich und unter vielen Tränen den Gang zur Schule.
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Eine Gemeinschaft voller Inspiration und Erfahrungsaustausch
Das Beraterinnen-Treffen in Leipzig am 28. und 29. Oktober 2023
In den Räumen der Lancaster University in Leipzig fand ein hoch motivierendes Treffen der Beraterinnen der DGhK Mitteldeutschland, mit Teilnehmerinnen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. Dieses Treffen war nicht nur eine Gelegenheit zur Fortbildung, sondern auch ein lebendiges Forum des Austauschs und der Inspiration. Martina Rosenboom, eine ehemals sehr aktive Ehrenamtliche und Beraterin der DGhK, die nun ihr Wissen und ihre Erfahrung in die Organisation von SENG-Elternkreisen einbringt. Ein SENG-Kreis ist ein spezieller Elternkreis, der sich nach einem amerikanischen Modell auf die einzigartigen Herausforderungen und Bedürfnisse hochbegabter Kinder und ihrer Familien konzentriert.
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Wunderbare Schreibzeit
In diesem Jahr fand unsere Schreibzeit das erste Mal in Beucha statt, ein kleiner verträumter Ort im ländlichen Muldental, 30 km südlich von Leipzig. 9 Kinder, 2 Betreuerinnen und der erfahrene Schreibcoach Johannes Brodowski waren zu Gast auf dem idyllischen kleinen Vierseitenhof im Ferienhaus IM EINKLANG. Für 4 Tage war das historische Lehm-Fachwerkhaus im Juni die Schreibwerkstatt, aber alle waren auch viel draußen bei herrlichem Wetter.
Die DGhK möchte mit der Schreibzeit Kinder unterstützen, die gern Texte verfassen. Das Beste daran ist, dass man hier Gleichgesinnte trifft und sich austauschen kann. Es ist eine tolle Erfahrung. Die Kinder reisten aus dem ganzen Bundesgebiet an, um gemeinsame Schreiberfahrungen zu machen.
Nach kurzer Vorstellrunde am ersten Abend zeigten die Kinder Ausschnitte aus ihren, vor der Schreibzeit entstandenen, Schreibwerken.
Am Freitagmorgen gab es durch Johannes Brodowski Schreibimpulse und erste Ideen für neue Texte entstanden. Die Ideen zu den Texten wurden an den folgenden Tagen immer wieder verfeinert. Mit viel Engagement gingen die Teilnehmer an die Texte. Coach Johannes gab immer wieder viele nützliche Tipps zur Verfeinerung und Verbesserung der Geschichten. Dazu gab es an allen 4 Tagen feste Werkstattzeiten zweimal täglich. In diesen wurden allen die Entwürfe der Texte vorgestellt, um über Stärken und Schwächen des Entwurfes Rückmeldung zu erhalten. Anregungen und auch das Feedback der anderen Schreibenden wurden von allen Kindern und Jugendlichen gern angenommen und umgesetzt. Nach der Gruppenkritikrunde wurde jeder Text noch mal individuell mit Johannes Brodowski besprochen, um ihm den letzten Schliff für die Abschlußlesung zu geben. So konnten die Kinder Erfahrungen sammeln, auch im Vortragen der Texte, lernten auch, wenn etwas nicht ganz klar war für den Zuhörer und konnten so gezielt daran arbeiten, ihre Texte zu vervollständigen und zu optimieren.

Eine Spielscheune bot mit Trampolin, Tischtennis, Nestschaukel und vielem mehr eine gelungene Abwechslung für die geistige Arbeit der Schreibenden. Jeder hatte aber auch genügend Zeit für sich selbst, zum Entspannen. Der Garten des Ferienhauses lud zum Sitzen, Schwatzen und Entspannen im Grünen ein. Am Abend wurde die Feuerschale entfacht und es gab leckere Marshmallows. Nicht weit entfernt vom kleinen Hof gibt es einen Badesee, dieser wurde natürlich auch besucht. Das Wetter spielte an unserem verlängerten Wochenende super mit. Alle Tage wurden weit im Voraus von Jana und Jenny geplant, es konnte gar nichts schiefgehen. Zu den Mahlzeiten traf man sich in gemütlicher Runde, alle halfen mit bei den Vorbereitungen und auch hinterher.
So schnell konnte man gar nicht schauen, war unser Wochenende auch schon fast rum. Es gab am Sonntag noch letzte Vorbereitungen für die Abschlusslesung vor den Eltern, die gegen Mittag am Sonntag auf der idyllischen Terrasse des kleinen Vierseitenhofes startete. Frau Pfefferle-Walther vom Haus Einklang begleitete unsere Lesung mit musikalischen Klangerlebnissen. Johannes stellte die Kinder kurz vor und dann saßen alle Zuhörer gespannt da und lauschten den Auszügen aus den tollen Geschichten.

Im nächsten Jahr wird unser Projekt gefördert durch von der Ferry-Porsche-Stiftung. Darauf sind wir sehr stolz. „Kultur schafft Teilhabe“ – das haben gemeinnützige Organisationen bei der Ferry Porsche Challenge unter Beweis gestellt. Prämisse war, die Projekte sollen den Zusammenhalt stärken und Ausgrenzung entgegenwirken.
Und „Save the date“: Die Schreibzeit findet im nächsten Jahr vom 13.-16. Juni 2023 in Beucha statt.
Anja Kühn
DGhK Mitteldeutschland e.V. -
Drei! Zwei! Eins! Jugger! Das Familientreffen in der Villa Jühling
Vom 08.09.2023 bis zum 10.09.2023 fand das dreitägige Familientreffen in der Villa Jühling in Halle statt, bei dem sich etwa 20 Familien mit Kindern aus ganz Mitteldeutschland versammelten. Dieses besondere Event wurde von der DGhK Mitteldeutschland organisiert und bot ein umfangreiches Programm für Klein und Groß.
Ein Wochenende voller Begegnungen und Workshops
Für viele von uns sind DGhK-Familienwochenenden zu einem festen Highlight im Jahreskalender geworden. Ein solches Treffen bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich mit anderen Familien auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen im Umgang mit hochbegabten Kindern teilen. Während dieser drei Tage verschwinden die Alltagsprobleme in den Hintergrund. Die Kinder, die oft in ihrer Schule oder ihrem Umfeld allein und zurückgezogen sind, blühen regelrecht auf. Hier sind sie unter ihresgleichen, reden, lachen und tauschen sich aus. Auch für die Eltern ist es eine wertvolle Erfahrung, da sie Inspiration und neue Erkenntnisse für den Alltag mit nach Hause nehmen.
Das Programm des Wochenendes war so vielfältig wie die Teilnehmer selbst. Die Kinder hatten die Gelegenheit, die faszinierende Welt der 3-D-Drucktechnologie zu erkunden. In einem anderen Workshop durften sie ein Schweineherz aus der Edeka-Fleischtheke näher begutachten. Dabei wurden Herzkranzgefäße und Herzklappen detailreich dargestellt. Kreativität kam ebenfalls nicht zu kurz, und viele Eltern gingen mit selbst gestalteten Armbändern nach Hause. Verrückte Papierflieger flogen durch die Luft, und die jungen Teilnehmer*innen tauchten in die faszinierende Welt der Edelsteine, Schmucksteine, Mineralien und Kristalle ein.
Sportliche Herausforderungen und Kommunikationstipps
Neben einer Vielzahl von anderen kreativen Workshops gab es auch sportliche Highlights, an denen teilgenommen wurde. Jugger, ein taktischer und technisch anspruchsvoller Sport, der Elemente aus Fechten, Stockkampf, American Football und Rugby kombiniert, begeisterte alle erneut. Das dabei oft gehörte Startsignal für eine neue Angriffsrunde, „Drei! Zwei! Eins! Jugger!“, hat sich in die Ohren vieler eingebrannt.
Aber nicht nur die Kinder kamen auf ihre Kosten. Für die Erwachsenen wurde ein informativer Workshop zum Thema Kommunikation mit der Schule angeboten. Hier wurden Fragen erörtert, wie man erfolgreich mit Lehrkräften über die Bedürfnisse und Fähigkeiten ihrer hochbegabten Kinder sprechen kann. Der Workshop brachte viele Aha-Momente und zeigte, wie effektive Kommunikation die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule verbessern kann.
Der gesellige Teil des Treffens am ersten Abend stand im Zeichen von Gesellschaftsspielen, und der zweite Abend war geprägt von gemeinsamem Grillen, anregenden Gesprächen und gemütlichem Beisammensein am Lagerfeuer mit Stockbrot.
Auch wenn die Anmeldefrist für das nächste Familienwochenende in der Villa Jühling noch nicht begonnen hat, empfehlen wir euch, dass ihr euch den Termin vom 6. bis zum 8. September 2024 schon mal vormerkt. So könnt ihr sicherstellen, dass ihr diese bereichernde Erlebnis nicht verpasst!
Das Familientreffen in der Villa Jühling war wieder ein großer Erfolg und hat uns allen wertvolle Erlebnisse und Erkenntnisse gebracht. Wir freuen uns bereits auf das nächste Treffen und darauf, noch mehr Familien in unserer Gemeinschaft willkommen zu heißen.

